Vor zwanzig Jahren fragten wir John Cage, ob er zu den ersten Wiener Tagen der zeitgenössischen Klaviermusik 1993 nach Wien kommen würde. Er zögerte und sagte schließlich: „I will come, if I can.“
20 Jahre später, zu seinem 20. Todestag und 100. Geburtstag steht sein Klavierwerk wieder im Mittelpunkt der Wiener Tage, eine Hommage an einen der bedeutendsten Vertreter der Musik des 20. Jahrhunderts, der auf vehemente Zustimmung, entschiedene Ablehnung stieß, aber kaum jemanden unberührt ließ.
Aus den USA kommen der Pianist Stephen Drury, der persönlich mit Cage gearbeitet hat,
und der Komponist und langjährige Mitarbeiter von Cage Andrew Culver, der uns in einem Workshop praktisch erfahren lässt, welche Bedeutungen Cages Zufallsprinzipien heute noch für Komposition haben. Rose Breuss (Lecture mit Tanz: „Das Koordinationssystem steht Kopf“) wird uns zeigen, was das Zufallsprinzip nach Merce Cunningham für Bewegungsabläufe im Tanz bewirkt.
Ergänzend zum Kursprogramm werden Filme von und über Cage zu sehen sein und als Eröffnung eine Wiener Transkription seiner „49 Waltzes for the Five Boroughs“, produziert von der Filmakademie Wien in Zusammenarbeit mit der ELAK.